Steuer - ABC - Tipps und Informationen zum Steuer sparen

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Steuer-ABC - Tipps zum Steuern sparen 

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Das Steuer-ABC

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Abfindungen

Arbeitnehmerpauschbetrag

Arbeitsmittel

Arbeitszimmer

Aufwandsentschädigung (Honorare)

 


Abfindungen

Abfindungszahlungen aufgrund der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses sind seit dem 1.1.2006 grundsätzlich in voller Höhe steuerpflichtig.
Bis zum 31.12.2005 waren solche Abfindungen bis zu folgenden Freibeträgen steuerfrei:

  • grundsätzlich 7.200 Euro,
  • 9.000 Euro nach Vollendung des 50. Lebensjahres und nach 15-jähriger Betriebszugehörigkeit,
  • 11.000 Euro nach Vollendung des 55. Lebensjahres und 20-jähriger Betriebszugehörigkeit.

Bei Überschreiten des Freibetrages ist lediglich der übersteigende Betrag steuerpflichtig.

Tipp:

Steuerfreibeträge geltend machen

Wurde die Abfindung noch vor dem 1.1.2006 vertraglich vereinbart oder durch ein Arbeitsgericht erwirkt, bietet der Gesetzgeber eine Übergangsregelung: Bei Zahlung bis zum 31.12.2007 kann der Arbeitnehmer noch die bisher geltenden Steuerfreibeträge im Rahmen der Höchstbeträge geltend machen. 

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Arbeitnehmerpauschbetrag

Sofern keine höheren Werbungskosten geltend gemacht werden, wird ohne weitere Nachweise ein Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 920 Euro als Pauschale bereits von Amts wegen von den Einkünften aus Arbeitnehmertätigkeit abgezogen, auch wenn die tatsächlichen Werbungskosten geringer sind.

(Textkasten)
Weiterbildungskosten im voraus bezahlen
Ihre Werbungskosten liegen Jahr für Jahr bei rund 900 Euro, und die jährlich anfallenden Weiterbildungskosten von rund 400 Euro wirken sich dadurch steuerlich nicht oder kaum aus? – Bezahlen Sie doch die Kosten für Ihre Weiterbildung bereits ein Jahr im Voraus: Ihre Werbungskosten betragen dann rund 1.300 Euro und mindern ggfs. Ihre Steuerlast, und im Folgejahr wird trotz geringerer Werbungskosten (hier rund 500 Euro) der volle Arbeitnehmerpauschbetrag berücksichtigt!
(Kastenende)

Arbeitsmittel
Arbeitsmittel sind alle Gegenstände und Hilfsmittel, die dazu geeignet sind, die berufliche Tätigkeit zu unterstützen und zu fördern. Hierzu gehören ausschließlich beruflich nutzbare Arbeitsmittel wie die typische Berufskleidung, Bürobedarf, Werkzeuge und Fachzeitschriften, aber auch Computer oder Schreibtisch.
Zu beachten ist, dass Kosten für Gegenstände, die sowohl beruflich als auch privat genutzt werden, grundsätzlich nicht abzugsfähig sind. Das Finanzamt kann auf einer verschärften Nachweispflicht bestehen, wenn eine private Mitnutzung zumindest möglich ist (insb. bei Computern und Software). Ist ein solches Arbeitsmittel nachweislich zweimal vorhanden, wird in der Regel ein Exemplar als beruflich anerkannt. Stellt der Arbeitgeber den Mitarbeitern Arbeitsmittel (z.B. Werkzeuge, Arbeitskittel) für die Dauer des Dienstverhältnisses zur Verfügung, ist dies grundsätzlich steuerfrei. Gehen die Gegenstände in das Eigentum des Arbeitnehmers über, unterliegt diese Zuwendung der Lohnsteuerpflicht.
Liegen die Anschaffungskosten der Arbeitsmittel unter 410 Euro (ohne Mehrwertsteuer), können die Kosten im Jahr der Ausgabe in voller Höhe von den Arbeitnehmer-Einkünften abgezogen werden. Übersteigen die Anschaffungskosten diesen Betrag, sind sie gleichmäßig auf die gesamte Nutzungsdauer des Arbeitsmittels umzulegen und im Jahr der Ausgabe sowie den Folgejahren als Werbungskosten anzusetzen.


(Textkasten)
Außergewöhnliche Abschreibung nutzen
Ist ein Arbeitsmittel veraltet oder defekt, bevor die gesamten Anschaffungskosten steuerlich geltend gemacht werden konnten, kann der Restwert als Werbungskosten im Wege einer außergewöhnlichen Abschreibung angesetzt werden! (Zu beachten ist, dass bei Verkauf dieses Arbeitsmittels ein etwaiger Veräußerungserlös
die Werbungskosten entsprechend mindert.)
(Kastenende)

Arbeitszimmer
Zu den Aufwendungen für ein Arbeitszimmer gehören neben den Kosten für anteilige Miete und Nebenkosten z.B. auch Renovierungskosten oder bei Wohnungseigentum die Abschreibungsbeträge. Diese Aufwendungen sind nur eingeschränkt abzugsfähig:
- Stellt das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit dar (z.B. Heimarbeiter), sind sämtliche Aufwendungen unbegrenzt abzugsfähig.
- Macht die berufliche Nutzung des Arbeitszimmers – zeitlich betrachtet – mehr als 50 Prozent der gesamten beruflichen Tätigkeit aus, konnten bis zum 31. 12. 2006 höchstens 1.250 Euro als Werbungskosten angesetzt werden. Das gleiche gilt, wenn für die berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (z.B. Lehrer, die in der Schule keinen Schreibtisch für die Unterrichtsvorbereitung zur Verfügung haben): Der Abzug ist auf 1.250 Euro beschränkt. Diese Regelung ist mit Wirkung ab 1. 1. 2007 ersatzlos gestrichen worden.

(Textkasten)
Steuervorteile – auch ohne Arbeitszimmer
Die Kosten für Einrichtungsgegenstände und andere Arbeitsmittel, die auch ohne das Vorhandensein eines Arbeitszimmers als Werbungskosten angesetzt werden können, fallen nicht unter die Abzugsbeschränkung von Aufwendungen für ein Arbeitszimmer!
(Kastenende)

Aufwandsentschädigung (Honorare)
Aufwandsentschädigungen (Honorare) für Übungsleiter, Stundentrainer, Ausbilder, Erzieher oder für eine vergleichbare nebenberufliche Tätigkeit im Dienst einer Vereinigung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke (z.B. Amateursportverein, Volkshochschule, nicht aber für eine Gewerkschaft) bleiben steuerfrei bis zu einem Betrag von 1.848 Euro jährlich. Mit diesem Freibetrag sind sämtliche Werbungskosten abgegolten. Übersteigen die Ausgaben diesen Freibetrag, ist der übersteigende Betrag nur dann abzugsfähig, wenn auch die Einnahmen mindestens in gleicher Höhe den Betrag von 1.848 Euro überschreiten. Fazit: Das Ergebnis hieraus kann 0 Euro betragen, jedoch niemals negativ werden.
Achtung: Bei der nebenberuflichen Tätigkeit als Lehrer oder Prüfer, in einem Institut, dass die o.g. Voraussetzungen nicht erfüllt, z.B. in einem gewerblichen Unternehmen, gibt es keinen Freibetrag! Es können jedoch pauschal 25 Prozent der Einnahmen, maximal 612 Euro, als Werbungskosten angesetzt werden (Nebentätigkeit).

(Textkasten)
Nebenberufliche Übungsleiter
Sie sind nebenberuflich als Übungsleiter tätig und erhalten hierfür eine Aufwandsentschädigung? Im Rahmen eines „Mini-Jobs" erhalten Sie monatlich bis zu 400 Euro brutto für netto – und zusätzlich können Sie noch den steuerfreien Übungsleiterfreibetrag in Höhe von jährlich 1.848 Euro = monatlich 154 Euro kassieren!
(Kastenende)

Ausbildungsfreibetrag
Für volljährige Kinder, die sich in einer Berufsausbildung (z.B. auch Studium) befinden und dazu am Ausbildungsort eine eigene Unterkunft haben, gewährt der Fiskus einen Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924 Euro.
Dieser Freibetrag ist zu kürzen um den Betrag, um den die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes 1.848 Euro übersteigen. In Grenzfällen ist also oftmals zu überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, auf einen Teil der Einkünfte zu verzichten, um in den Genuss des vollen Ausbildungsfreibetrages zu gelangen.

(Textkasten)
Aufwandspauschale auch ohne Nachweis
Nicht vergessen: Von den Einkünften und Bezügen ist ohne Nachweis eine Aufwandspauschale in Höhe von 180 Euro abziehbar!
(Kastenende)

Ausbildungskosten
Ausbildungskosten sind Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung des Steuerpflichtigen (z.B. Ausbildung für einen künftigen Beruf) und als Sonderausgaben bis zu einem Betrag in Höhe von 4.000 Euro jährlich abzugsfähig. Anzusetzen sind z.B. Seminargebühren, Reisekosten oder auch benötigte Arbeitsmittel.
Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung bzw. für ein Erststudium, die nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses stattfinden, sind grundsätzlich den privaten Kosten der Lebensführung zuzuordnen.

(Textkasten)
Ausbildung und Fortbildungskosten?
Ist die „Ausbildung" tatsächlich nicht doch eine Weiterbildung im bereits ausgeübten Beruf? In diesem Falle wären sämtliche Aufwendungen als Werbungskosten, nämlich als Fortbildungskosten, abzugsfähig!
(Kastenende)

Berufskleidung
Anfallende Kosten sind nur dann als Werbungskosten abzugsfähig, wenn es sich um typische Berufskleidung handelt. Typische Berufskleidung liegt vor, wenn eine private Verwendung schon von der Art her praktisch ausgeschlossen ist, z.B. Ärzte- und Schwesternkittel, Sicherheitsschuhe eines Bauhandwerkers, Arbeitsanzüge von Monteuren oder Kleidung eines Schornsteinfegers. Nicht abziehbar sind Aufwendungen für Kleidung, bei denen eine private Nutzung nicht ausgeschlossen ist (z.B. der Anzug für den Bankangestellten, selbst wenn der
Nachweis erbracht wird, dass der Anzug ausschließlich auf der Arbeitsstelle getragen wird). Die Gestellung typischer Berufskleidung durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer ist grundsätzlich steuerfrei (z.B. Uniform von Bundeswehr-, Polizei- und Bahnbeschäftigten). Zu den Aufwendungen für typische Berufskleidung gehören auch Reinigungskosten durch eine Reinigung oder in der privaten Waschmaschine: Kosten für Wasser, Energie, Waschmittel, Instandhaltung, Wartung und Abschreibung der Waschmaschine. Diese Kosten können ggf. geschätzt werden.

(Textkasten)
Kaputte Kleidung steuerlich abzugsfähig
Ihr Unternehmen zieht um, und beim Kistenpacken mit Ordnern und Büromaterial bleiben Sie an einem Regal hängen: Die Hose ist hin! Machen Sie die Anschaffungskosten des Kleidungsstücks unter Berücksichtigung eines Abschlags für die bisherige Nutzung als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung geltend!
(Kastenende)

Computer
Die berufsbedingte Anschaffung eines häuslichen Computers ist steuerlich als Werbungskosten abzugsfähig.
Wer durch Arbeitgeberbescheinigung nachweisen kann, dass der Computer auch beruflich genutzt wird, kann auf jeden Fall den auf die berufliche Nutzung entfallenden Anteil an den Gesamtkosten als Werbungskosten geltend machen!

(Textkasten)
Steuerfreie Computernutzung
Der Arbeitgeber ist nicht bereit, Ihnen einen Computer zu schenken und zusätzlich dann noch die pauschale Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent zu tragen? – Soll er doch den Computer behalten: Er bleibt weiterhin Eigentümer und stellt Ihnen das Gerät lediglich kostenlos zur Verfügung – und das lohnsteuerfrei!
(Kastenende)


Der Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer auch zusätzlich zu seinem Gehalt einen Computer „schenken" – in diesem Fall zahlt der Arbeitgeber eine pauschale Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent; den Arbeitnehmer jedoch kostet der Computer keinen Cent! (Das Gleiche gilt für Computerzubehör, Internetzugang oder einen Zuschuss für die Internetnutzung.)

Doppelte Haushaltsführung
Beruflich bedingte Mehraufwendungen im Rahmen doppelter Haushaltsführung (z.B. Übernachtungskosten, Miete und Nebenkosten für die Zweitwohnung, Verpflegungsmehraufwendungen, Reisekosten) können in der Regel dann angesetzt werden, wenn aufgrund des Arbeitsverhältnisses ein zweiter Wohnsitz begründet werden muss und der bisherige Lebensmittelpunkt nachweislich (Familie, Vereinsmitgliedschaft etc.) beibehalten wird.
Diese Aufwendungen konnten bisher nur für die ersten zwei Jahre geltend gemacht werden. Im Zuge der zahlreichen Gesetzesänderungen ist diese Beschränkung nun zugunsten der Arbeitnehmer ab 2003 aufgehoben worden.
Arbeitnehmer, die bisher von dieser Beschränkung betroffen waren, sollten prüfen, ob sie für 2003 und frühere Jahre noch Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung – auch nachträglich! – geltend machen können.

(Textkasten)
Anschaffungskosten für den Zweitwohnsitz
Zu den beruflich bedingten Mehraufwendungen im Rahmen doppelter Haushaltsführung gehören auch die Anschaffungskosten für das Mobiliar, das für den zweiten Wohnsitz angeschafft werden muss. Liegen die Kosten für den einzelnen Gegenstand unter 410 Euro, können diese – wie auch bei den Arbeitsmitteln – im Jahr der Ausgabe in voller Höhe geltend gemacht werden. Übersteigen die Anschaffungskosten diesen Betrag, sind sie gleichmäßig auf die gesamte Nutzungsdauer zu verteilen.
(Kastenende)

Eigenheimzulage
Die Eigenheimzulage ist im Zuge zahlreicher Sparmaßnahmen ab dem 1. 1. 2006 gestrichen worden.

Entfernungspauschale
Die Entfernungspauschale beträgt 0,30 Euro je Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und kann pro Arbeitstag nur einmal angesetzt werden. Seit dem 1. 1. 2007 wird sie jedoch erst ab dem 21. Entfernungskilometer gewährt. Bei Flugreisen kann die Pauschale nicht angesetzt werden.
Sofern kein eigener oder zur Verfügung gestellter Pkw benutzt wird, gilt dabei grundsätzlich ein Höchstbetrag von 4.500 Euro.

(Textkasten)
Mehr km können verkehrsgünstiger sein
Sie setzen seit Jahren die kürzeste Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte für die Ermittlung der Entfernungspauschale an? – Das Gesetz lässt auch eine längere Strecke zu, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist!
(Kastenende)

Fortbildungskosten
Im Gegensatz zu Ausbildungskosten sind Fortbildungskosten Aufwendungen zur Weiterbildung in einem bereits ausgeübten Beruf. Somit können sie unbeschränkt als Werbungskosten von den Arbeitseinkünften abgezogen werden. Anzusetzen sind auch hier Kursgebühren, Reisekosten usw.

Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte
Arbeitnehmer können auf ihrer Lohnsteuerkarte einen Freibetrag eintragen lassen – das Warten auf die Steuererstattung im nächsten Jahr hat somit ein Ende! Eingetragen werden können z. B. folgende Beträge:
- Werbungskosten, soweit sie den Pauschbetrag von 920 Euro übersteigen,
- Sonderausgaben, soweit sie den Pauschbetrag von 36 Euro (Ledige) bzw. 72 Euro (Verheiratete) übersteigen,
- Ausbildungsfreibetrag u. a. außergewöhnliche Belastungen,
jedoch nur, wenn die Gesamtsumme 600 Euro übersteigt. Ohne Mindestbetrag eingetragen wird lediglich der Pauschbetrag für Schwerbehinderte. Im nächsten Jahr wird der Freibetrag auf Antrag ohne Überprüfung „wie im Vorjahr" in die neue Lohnsteuerkarte übernommen!

(Textkasten)
Steuervorteile durch Freibetrag nutzen
Der Antrag auf Berücksichtigung des Freibetrags kann bis zum 30. 11. eines Jahres gestellt werden – der Freibetrag wird dann anteilig auf die noch verbleibenden Monate des Jahres verteilt!
(Kastenende)

Gewerkschaftsbeiträge
Gewerkschaftsbeiträge sind als Werbungskosten abzugsfähig. Das gilt ebenso für Beiträge zu Kammern und Berufsverbänden.

Haushaltsfreibetrag und Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
Mit Wirkung ab 1. 1. 2004 ist der Haushaltsfreibetrag endgültig weggefallen. Stattdessen erhalten Alleinerziehende, die mit ihrem Kindern, für die sie einen Kinderfreibetrag erhalten, allein in einem Haushalt leben, nunmehr einen Entlastungsbetrag in Höhe von 1.308 Euro jährlich. Als alleinerziehend gilt, wer nicht mit einem Partner in einer ehelichen oder eheähnlichen Lebensgemeinschaft lebt. Die strengeren Voraussetzungen, nach denen jede volljährige Person der Gewährung des Entlastungsbetrages entgegenstand, sind rückwirkend zum 1. 1. 2004 aufgehoben worden.

Handwerkerleistungen
Seit dem 1. 1. 2006 ist es möglich, 20 Prozent der Aufwendungen für Handwerkerleistungen von der festgesetzten Einkommensteuer abzuziehen. Dies gilt grundsätzlich für die Arbeits- und Fahrtkosten, nicht jedoch für die Materialkosten.

(Textkasten)
Rechnung des Handwerkers
Achten Sie darauf, dass Ihr Handwerker seine Lohn-, Fahrt- und Materialkosten immer gesondert in seiner Rechnung ausweist!
(Kastenende)

Heirats- und Geburtsbeihilfen
Mit Wirkung ab 1.1.2006 ist die bisherige Steuerfreiheit für Beihilfen anlässlich der Geburt eines Kindes oder der Heirat in Höhe von jeweils 315 Euro weggefallen.

Jubiläumszuwendungen
Jubiläumszuwendungen werden ab 1999 in voller Höhe besteuert.

(Textkasten)
Feier des Arbeitgebers steuerfrei
Veranstaltet der Arbeitgeber anlässlich eines Mitarbeiter-Jubiläums eine Firmenfeier, so bleibt diese steuerfrei, wenn die Kosten je Teilnehmer 110 Euro nicht überschreiten!
(Kastenende)

Kinderbetreuungskosten
Kinderbetreuungskosten können seit dem 1. 1. 2006 „wie Betriebsausgaben" bei den Einkünften aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Arbeit abgezogen werden. Voraussetzung ist, dass der alleinerziehende Elternteil berufstätig ist oder bei zusammenlebenden Elternteilen beide berufstätig sind und das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Kindergeld und Kinderfreibetrag
Kinderfreibetrag und Kindergeld werden nicht mehr nebeneinander gewährt. Stattdessen prüft das Finanzamt von Amts wegen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung, ob entweder die Kindergeldzahlung oder die Gewährung des Kinderfreibetrages für den Steuerpflichtigen günstiger ist.
Das Kindergeld beträgt für die ersten drei Kinder monatlich je 154 Euro, ab dem vierten Kind monatlich 179 Euro.

(Textkasten)
7680 Euro gefährden Kindergeld nicht
Kindergeld und Kinderfreibetrag werden für volljährige, in Berufsausbildung befindliche Kinder nur gewährt, wenn deren Einkünfte und Bezüge insgesamt 7.680 Euro jährlich nicht übersteigen. Beendet das Kind seine Ausbildung während des laufenden Kalenderjahres und nimmt eine Beschäftigung auf, werden Kindergeld und –freibetrag zeitanteilig berücksichtigt!
(Kastenende)

Kirchensteuer
Die regulären Kirchensteuersätze bei der Lohnsteuer betragen
: in Baden-Württemberg und Bayern einheitlich 8 Prozent,
: in den übrigen Bundesländern für den überwiegenden Teil der Kirchen und Glaubensgemeinschaften 9 Prozent.
Die gezahlte Kirchensteuer ist als Sonderausgabe abzugsfähig.
Mit Ausnahme in den Bundesländern Bayern, Bremen und Niedersachsen wird die Kirchensteuer bei konfessionsverschiedenen Ehegatten auf beide Religionsgemeinschaften je zur Hälfte aufgeteilt. Ist nur der Arbeitnehmer Kirchenmitglied, nicht jedoch sein Ehegatte, wird die volle Kirchensteuer für seine Glaubensgemeinschaft einbehalten. Im umgekehrten Fall wird regelmäßig keine Kirchensteuer erhoben.

(Textkasten)
Konfessionsunterschiedliche Eltern
Ist nur ein Ehegatte kirchensteuerpflichtig, so darf Kirchensteuer nur festgesetzt werden in Höhe der anteiligen Einkommensteuer, die auf seine eigenen steuerpflichtigen Einkünfte entfällt. Betragen die Einkünfte 0 Euro, so beträgt auch die Kirchensteuer 0 Euro. Für den konfessionslosen Ehegatten entsteht somit grundsätzlich keine Kirchensteuer!
(Kastenende)

„Mini-Job"
Monatlich bis zu 400 Euro nebenbei aus einer Nebentätigkeit verdienen und dafür keinen einzigen Cent Sozialversicherung oder Lohnsteuer zahlen? Für die sog. „Mini-Jobs" hat der Arbeitgeber seit April 2003 pauschal Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge sowie Lohnsteuer und eine Umlage an die Bundesknappschaft abzuführen – und der Arbeitnehmer kassiert „brutto für netto"!

(Textkasten)
Steuerfreie Beträge nutzen
Neben den 400 Euro kann der „Mini-Jobber" auch weitere Bezüge steuerfrei erhalten, z.B. die Gestellung eines Computers oder ein Zuschuss zu Kindergartenbeiträgen!
(Kastenende)

Nebentätigkeit
Eine Tätigkeit gilt dann als Nebentätigkeit, wenn sie höchstens ein Drittel der Arbeitszeit einnimmt, die einer Vollzeitstelle entspricht.

(Textkasten)
Nebenjob darf nicht die Haupttätigkeit sein
Sie üben neben Ihrer Nebentätigkeit als Übungsleiter keine Haupttätigkeit aus? – Maßgeblich ist lediglich der Stundenumfang: Beträgt er nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit einer Vollzeitstelle, gelten trotzdem die Regelungen für die „Nebenbeschäftigung"!
(Kastenende)

Die Nebentätigkeit wird selbständig schriftstellerisch, künstlerisch, wissenschaftlich oder journalistisch ausgeübt oder stellt eine nebenberufliche Lehr-, Vortrags- oder Prüfungstätigkeit dar? – Regelmäßig können pauschal 25 Prozent der Einnahmen, maximal 612 Euro, als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, so dass nur der verbleibende Betrag der Einkommensteuer unterworfen wird.
Ohne Steuerabzüge ist eine Nebentätigkeit im Rahmen der sog. „Mini-Jobs" möglich. Besondere Regelungen gelten für Aufwandsentschädigungen (Honorare) an Kräfte, die an Volkshochschulen und ähnlichen Einrichtungen tätig werden.

Parteibeiträge und –spenden
Für Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien oder Freie Wählergemeinschaften erhält der Steuerpflichtige eine Steuerermäßigung in Höhe von 50 Prozent der geleisteten Zahlungen. Sie beträgt höchstens 825 Euro für Ledige, 1.650 Euro für Verheiratete.

Pensionen
Im Zuge der künftigen Gleichbehandlung von Renten und Pensionen wird der bisher gewährte Versorgungsfreibetrag für Pensionen schrittweise bis zum Jahr 2040 gesenkt:
In 2005 beträgt der Versorgungsfreibetrag 40 Prozent der Versorgungsbezüge, maximal 3.000 Euro. Dieser Freibetrag wird einmalig für jeden Pensionär festgesetzt und gilt für die gesamte Restlaufzeit der Bezüge.
In den Folgejahren wird der Versorgungsfreibetrag bis zum Jahre 2020 jährlich um 1,6 Prozent reduziert; das entspricht einer Verminderung des Höchstbetrages um 120 Euro pro Jahr. Danach sinkt er jährlich um weitere 0,8 Prozent bzw. der Höchstbetrag um jeweils 60 Euro. Im Jahr 2040 beträgt er schließlich 0 Euro.
Der bisherige Arbeitnehmerpauschbetrag entfällt ab dem Jahr 2005 für Bezieher von Beamten- oder Werkspensionen. An dessen Stelle tritt ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag in Höhe von 900 Euro für das Jahr 2005, der in den Folgejahren bis 2020 um jeweils 36 Euro und danach um jährlich 18 Euro vermindert wird, sodass er bis 2040 auf 0 Euro herabgesenkt wird. Auch dieser Zuschlag wird einmalig für jeden Pensionär für die Bezugszeit der Pensionen festgesetzt.

Reisekosten
Reisekosten im Sinne des Einkommensteuergesetzes sind Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen,
Übernachtungskosten und Reisenebenkosten, die im Zuge einer Dienstreise, einer Fahrtätigkeit oder einer Einsatzwechseltätigkeit entstehen.

(Textkasten)
Notizbuch hilft Steuern sparen
Sie sind häufig mit dem privaten Pkw für den Arbeitgeber unterwegs? – Legen Sie ein Notizbuch bereit, und notieren Sie jede Fahrt: Erstattet Ihnen der Arbeitgeber diese Fahrten nicht bereits, können Sie zumindest in der privaten Steuererklärung 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer als Reisekosten geltend machen!
(Kastenende)

Wird der Arbeitnehmer außerhalb seiner regelmäßigen (!) Arbeitsstätte beruflich tätig, liegt eine Dienstreise vor. Als Faustregel gilt: Bei Arbeitnehmern, die häufig außerhalb des Betriebes tätig sind, kann der Betrieb ohne weitere Ermittlungen als regelmäßige Arbeitsstätte anerkannt werden, wenn sie regelmäßig wöchentlich 20 Prozent ihrer vertraglichen Arbeitszeit oder durchschnittlich im Kalenderjahr an einem Arbeitstag je Woche im Betrieb tätig werden.

Renten
Die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung werden ab 2040 in voller Höhe besteuert. Für in 2005 bereits bestehende Renten und solche, die erstmalig in 2005 gezahlt werden, beträgt der zu versteuernde Anteil zunächst 50 Prozent des zugeflossenen Rentenbetrags. Für jedes Jahr, das die Rente später beginnt, erhöht sich der steuerpflichtige Rentenbetrag bis zum Jahr 2020 um jeweils 2 Prozent; in den Jahren 2021 bis 2040 erhöht sich der steuerpflichtige Rentenbetrag nochmals um jeweils 1 Prozent, so dass letztendlich ab 2040 der Gesamtbetrag der Besteuerung unterliegt.
Den Empfängern von Renten und Pensionen steht ein Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro zu.
Im Erstjahr des Rentenbezuges wird auf Basis des Jahresbetrages der Rente unter Anwendung des jeweiligen Prozentsatzes ein Rentenfreibetrag ermittelt, der einmalig für die gesamte Rentenbezugszeit festgesetzt wird. Besteuert wird somit ab 2005 der zugeflossene Rentenbetrag abzüglich des ermittelten individuellen Rentenfreibetrages.

Schenken und Vererben
Schenkungen unter Lebenden sind wie Erbschaften schenkungsteuer- bzw. erbschaftsteuerpflichtig. Der Gesetzgeber gewährt hierbei eine Vielzahl von Freibeträgen, die nach Ablauf von zehn Jahren (bei einer Schenkung) erneut in Anspruch genommen werden können (Versorgungsfreibeträge jedoch nur für Erwerbe von Todes wegen):
- Ehegatten (Steuerklasse I) erhalten neben einem persönlichen Freibetrag i. H. von 307.000 Euro einen Versorgungsfreibetrag i. H. von 256.000 Euro sowie Freibeträge für Hausrat (einschließlich Wäsche und Kleidungsstücke) im Wert von 41.000 Euro und für andere bewegliche Gegenstände (ohne Zahlungsmittel, Wertpapiere, Schmuck u. ä.) über 10.300 Euro;
- Kinder und Kinder verstorbener Kinder (Steuerklasse I) erhalten neben einem persönlichen Freibetrag i. H. von 205.000 Euro Freibeträge für Hausrat und andere bewegliche Gegenstände i. H. von 41.000 Euro bzw. 10.300 Euro (siehe oben). Kinder erhalten im Erbfall je nach Alter zusätzlich einen Versorgungsfreibetrag zwischen 10.300 Euro (Kinder zwischen 20 und 27 Jahren) und 52.000 Euro (Kinder bis zu 5 Jahren);

(Textkasten)
Schenkung hilft beim Steuern sparen
Alle zehn Jahre können die Freibeträge im Rahmen einer Schenkung in Anspruch genommen werden – warum also nicht im Rahmen einer vorweggenommenen Erbfolge bereits zu Lebzeiten schenken und die Freibeträge voll ausschöpfen?
(Kastenende)

- Eltern und Voreltern im Erbfall (Steuerklasse I) erhalten einen persönlichen Freibetrag i. H. von 51.200 Euro sowie Freibeträge für Hausrat und andere bewegliche Gegenstände i. H. von 41.000 Euro bzw. 10.300 Euro (siehe oben);
- Eltern und Voreltern im Schenkungsfall, Geschwistern und Geschwisterkindern, Stiefeltern, Schwiegerkindern und -eltern sowie dem geschiedenen Ehegatten (alle Steuerklasse II) stehen neben einem persönlichen Freibetrag i. H. von 10.300 Euro ein zusammengefasster Freibetrag für Hausrat und andere bewegliche körperliche Gegenstände (siehe oben) im Wert von insgesamt 10.300 Euro zu;
- alle übrigen Erwerber (Steuerklasse III) erhalten einen persönlichen Freibetrag i. H. von 5.200 Euro sowie einen zusammengefassten Freibetrag für Hausrat und andere bewegliche körperliche Gegenstände (siehe oben) im Wert von insgesamt 10.300 Euro;
- bei Erwerb von Betriebsvermögen wird unter bestimmten Voraussetzungen für alle Steuerklassen ein Freibetrag i. H. von 225.000 Euro gewährt und der verbleibende Wert lediglich mit 65 Prozent angesetzt.
Zu beachten ist jedoch, dass sich gerade im Bereich des Betriebsvermögens spätestens ab 1.1.2007 beträchtliche Änderungen ergeben werden, so dass es dringend angebracht ist, die Entwicklung in den kommenden Monaten genau zu beobachten und ggf. entsprechend zu handeln.
Bereits 2006 fällt voraussichtlich die Begünstigung für Anteile an gewerblich geprägten Personengesellschaften weg!
Der sich nach Abzug der Freibeträge ergebende Betrag (steuerpflichtiger Erwerb) wird mit folgenden Steuersätzen besteuert:

(Tabelle/Seite 263)

Schwerbehinderte
Körperbehinderte können je nach Grad der Behinderung (GdB) die folgenden Pauschbeträge als außergewöhnliche Belastung auch in 2004 unverändert steuerlich absetzen:

(Tabelle/Seite 263)

Statt der regulären Entfernungspauschale für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte können
- Behinderte mit einem GdB von mindestens 70 Prozent oder
- Behinderte mit einem GdB von mindestens 50 Prozent bei gleichzeitiger erheblicher Gehbehinderung für jeden gefahrenen Kilometer von der Wohnung zur Arbeitsstätte und zurück 30 Cent pauschal oder die tatsächlichen Kfz-Kosten ansetzen.

(Textkasten)
Parkgebühren absetzen
Parkgebühren und Unfallkosten können auch bei Ansatz der Kilometerpauschalen angesetzt werden!
(Kastenende)

Steuerberatungskosten
Durch das „Gesetz zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm" wurde der Sonderausgabenabzug für Steuerberatungskosten mit Wirkung ab 1. 1. 2006 in voller Höhe gestrichen. Die Steuerberatungskosten bleiben jedoch auch weiterhin abzugsfähig, soweit sie ganz oder teilweise bei den einzelnen Einkunftsarten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgezogen werden können.

(Textkasten)
Kosten für Steuerberater abzugsfähig
Achten Sie darauf, dass Ihr Steuerberater die Kosten für die Ermittlung der Vermietungs-, Kapital- oder anderen Einkünfte gesondert in seiner Rechnung ausweist. Und vergessen Sie nicht, auf den dort ausgewiesenen Betrag die Mehrwertsteuer hinzuzurechnen!
(Kastenende)

Verpflegungsmehraufwand
Ist der Arbeitnehmer aufgrund des Arbeitsverhältnisses längere Zeit von seinem Lebensmittelpunkt (= Heimatwohnsitz) abwesend, können unter Berücksichtigung der Dauer seiner Abwesenheit folgende Beträge pauschal steuerfrei durch den Arbeitgeber erstattet werden oder im Rahmen der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden:
: Abwesenheit mindestens 8 Stunden, aber weniger als 14 Stunden: 6 Euro täglich;
: Abwesenheit mindestens 14 Stunden, aber weniger als 24 Stunden: 12 Euro täglich;
: ganztägige Abwesenheit (von „0.00 Uhr bis 24.00 Uhr"): 24 Euro täglich.
Es ist gleichgültig, ob es sich bei der Auswärtstätigkeit um eine Dienstreise, einen Dienstgang, Fahrtätigkeit oder Einsatzwechseltätigkeit handelt. Die Pauschalbeträge haben Abgeltungscharakter, d.h. ein Einzelnachweis höherer Verpflegungsmehraufwendungen ist nicht mehr möglich.

(Textkasten)
Erstattungsbetrag verdoppeln
Ihre tatsächlichen Aufwendungen sind höher? Der Arbeitgeber kann den für Sie steuerfreien Erstattungsbetrag für Verpflegungsmehraufwendungen auch verdoppeln: In Höhe der Pauschalen erfolgt die Auszahlung grundsätzlich steuerfrei; den gleichen Betrag kann der Arbeitgeber noch einmal pauschal mit 25 Prozent versteuert, jedoch für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sozialversicherungsfrei auszahlen!
(Kastenende)

Übernachtungskosten
Bei Dienstreisen entstandene Übernachtungskosten können grundsätzlich in Höhe der nachgewiesenen Kosten oder pauschal mit 20 Euro steuerfrei durch den Arbeitgeber ersetzt werden. Die Pauschale von 20 Euro kann auch im Rahmen der doppelten Haushaltsführung für die ersten drei Monate steuerfrei erstattet werden; nach Ablauf der 3-Monats-Frist verringert sich der Pauschalbetrag auf 5 Euro. (Achtung: Als Werbungskosten angesetzt werden können dagegen nur tatsächlich nachgewiesene Kosten!)

(Textkasten)
Achtung bei den Frühstückskosten
Das meist im Übernachtungspreis enthaltene Frühstück ist bei Reisen im Inland pauschal mit 4,50 Euro herauszurechnen. War das Frühstück billiger oder gar nicht im Preis enthalten, sollte dies ausdrücklich auf der Rechnung vermerkt werden, damit die Übernachtungskosten nicht fälschlich gekürzt werden müssen!
(Kastenende)

Werbungskosten
Unter Werbungskosten versteht man alle Aufwendungen, die der Arbeitnehmer machen muss, damit er überhaupt erst seinen Lohn oder sein Gehalt erhält. Am deutlichsten wird dies am Beispiel der Fahrtkosten zum Arbeitsplatz, die dem Arbeitnehmer üblicherweise zwangsläufig entstehen, da er seine Arbeit im jeweiligen Unternehmen auszuüben hat. Zu den wichtigsten Werbungskosten gehören die Entfernungspauschale, Arbeitsmittel, Reisekosten und Fortbildungskosten.
Der Gesetzgeber berücksichtigt bereits einen Pauschalbetrag von 920 Euro für Werbungskosten, den Arbeitnehmerpauschbetrag, der bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Arbeitseinkünfte automatisch abgezogen wird, sofern keine höheren Aufwendungen nachgewiesen werden.
Der Pauschbetrag ist bereits in die Lohnsteuertabellen für die Ermittlung der monatlichen Lohnsteuerbeträge in den Lohnsteuerklassen I bis V eingearbeitet. Werbungskosten können daher als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte nur dann berücksichtigt werden, wenn sie diesen Betrag übersteigen.

Wohnungsbauprämie
Der Staat fördert Beiträge zu Bausparverträgen durch eine Wohnungsbauprämie. Diese beträgt 8,8 Prozent der förderungsfähigen Beiträge – pro Jahr maximal 512 Euro für Alleinstehende, 1.024 Euro für Verheiratete. Voraussetzung für den Anspruch auf Wohnungsbauprämie ist, dass das zu versteuernde Einkommen im jeweiligen Jahr der Beitragsleistungen 25.600 Euro bei Alleinstehenden, 51.200 Euro für Verheiratete nicht übersteigt.

(Textkasten)
Anspruch der Prämien sichern
Bauspardarlehen und -gelder können auch für umfangreiche Renovierungsmaßnahmen oder dem Kauf von Einbaumöbeln verwendet werden, ohne dass der Anspruch auf Wohnungsbauprämien verloren geht!
(Kastenende)

Zinsbesteuerung/Zinsabschlagsteuer
Der Sparerfreibetrag ist mit Wirkung ab 1. 1. 2007 fast auf die Hälfte reduziert worden und beträgt für Alleinstehende 750 Euro und für Verheiratete 1.500 Euro.
Bei der Bank einen Freistellungsauftrag einreichen in Höhe des Sparerfreibetrags plus Werbungskostenpauschale (51 Euro für Ledige, 102 Euro für Verheiratete) – die Zinsen unterliegen dann bis zu diesem Gesamtbetrag von vorneherein nicht der „Quellensteuer" und werden in voller Höhe gutgeschrieben!

(Textkasten)
Vorteil beim Zinsabschlag
Wer für seinen Bausparvertrag eine Wohnungsbauprämie beantragt hat, unterliegt bei den Zinsen aus diesem Vertrag nicht dem Zinsabschlag – der Freistellungsauftrag steht somit für andere Zinseinkünfte zur Verfügung!
(Kastenende)

Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit
Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind steuerfrei, soweit sie die folgenden Prozentsätze des Grundlohnes nicht übersteigen:
- für Nachtarbeit zwischen 20.00 Uhr und 24.00 Uhr: grundsätzlich 25 Prozent;
- für Nachtarbeit zwischen 0.00 Uhr und 4.00 Uhr, wenn die Arbeit vor 0.00 Uhr aufgenommen wurde: 40 Prozent;
- für Sonntagsarbeit: grundsätzlich 50 Prozent;
- für die Arbeit am 31. Dezember ab 14 Uhr und an den gesetzlichen Feiertagen: 125 Prozent;
- für die Arbeit am 24. Dezember ab 14 Uhr, am 1. und 2.Weihnachtstag sowie am 1. Mai: 150 Prozent.
Seit dem 1.1.2004 darf der zu berücksichtigende Grundlohn für Zwecke der Einkommensteuer 50 Euro nicht übersteigen („Bundesliga-Fall"). In der Sozialversicherung sind Beiträge bereits bei einem Grundlohn ab 25 Euro fällig!
Die Zuschläge müssen ausdrücklich für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit geleistet werden. Zuschläge für Mehrarbeit oder Gefahrenzulagen sind grundsätzlich nicht steuerfrei.

(Textkasten)
Zuschlagsregelungen gelten auch für Minijob
Die Zuschläge können auch im Rahmen eines sog. „Mini-Jobs" steuerfrei gezahlt werden, wenn der Arbeitnehmer zu den zuschlagsfähigen Zeiten tatsächlich gearbeitet hat!
(Kastenende)

(Anzeige/Seite 267/DBW)

Steuertabellen

Jahressteuern 2007
Grundtabelle und Splittingtabelle
7.664,00 €–73.436,00 € zu versteuerndes Einkommen Seiten 268–276

Monatslohnsteuern 2007*
Tabellen für Beamte und Angestellte/Arbeiter
800,99 €–4.442,99 € Monatsgehalt Seiten 277–300

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